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Die ersten 90 Tage im neuen Job

Sie haben es geschafft! Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, jetzt kann der neue Job kommen. Die Probezeit, aber insbesondere die ersten Wochen sind immer angefüllt mit einer Flut von Informationen, die aufgenommen und verarbeitet werden müssen. Dabei wollen Sie sich natürlich auch von Ihrer besten Seite zeigen. Den ersten positiven Eindruck haben Sie schon hinterlassen, sonst hätte man Sie nicht genommen. Darauf können Sie jetzt aufbauen.

Die Rahmenbedingungen

Die ersten Tage im neuen Job laufen im Grunde genommen immer ähnlich ab. Wenn Sie schon öfters den Job gewechselt haben, wissen Sie das. Bevor Sie sich unsicher sind, wie Sie sich kleiden sollen, machen Sie es lieber etwas formeller, als zu lässig. Sie werden ja sehen, wie sich die Kolleginnen und Kollegen kleiden und können sich dann anpassen.

Stellen Sie Fragen. Sie sind neu und Sie müssen sich erst zurecht finden. Vielleicht erhalten Sie einen Rundgang durch das Unternehmen oder die Abteilung. Viele neue Namen strömen auf Sie ein. Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie alle behalten. Die Namen Ihrer unmittelbaren KollegInnen werden Sie am besten durch Eselsbrücken behalten, bei allen anderen dürfen Sie ruhig noch mal nachfragen. Nur - mehr als einmal ist genug. Fragen Sie auch nach allen organisatorischen Bedingungen: Parkplätze, Kaffee- und Mittagspausen, was an Büromaterial fehlt noch an Ihrem Arbeitsplatz? Brauchen Sie eventuell, Passwörter, Schlüssel oder Zugang zu Archiven?

Die Zeit der Einarbeitung

In den meisten Unternehmen, aber je nach Aufgabengebiet, werden Sie selbstverständlich eingearbeitet und niemand verlangt von Ihnen, dass Sie perfekt sind. Natürlich werden Sie Fehler machen, aber sehen Sie diese als Chance, als Herausforderung an. Mit jedem Fehler lernen Sie Neues hinzu. Machen Sie sich von Anfang an Notizen. Nehmen Sie dazu ein besonderes Heft und legen Sie sich später einfach eine Datei an. So behalten Sie die Informationen besser. Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie nach, jetzt dürfen Sie alle noch mit Fragen löchern, später wäre es dann schon unangemessen.

Erledigen Sie Ihre Aufgaben schneller, als erwartet, fragen Sie nach, ob Sie noch etwas anderes übernehmen oder KollegInnen entlasten können. So erweisen Sie sich als Teamplayer. Falls Sie für eine Aufgabe länger als erwartet benötigen, fragen Sie, was Ihre KollegInnen anders machen, ob Sie vielleicht Umwege genommen haben, oder schlichtweg zu viele Details beachtet haben. Jeder Job ist anders, auch wenn es von Außen betrachtet nicht so aussieht.

Zwischenmenschlich betrachtet

Neben der Einarbeitung und den neuen Aufgaben stellen die neuen Kolleginnen und Kollegen für die meisten die größere Herausforderung dar. Sie möchten natürlich mit allen gut auskommen und sich in das Team, die Abteilung  integrieren. Natürlich ist es da am besten wenn Sie beispielsweise die Mittagspause zusammen verbringen, in die Kantine gehen, falls vorhanden oder sich an Bestellungen beteiligen. Auch die Teeküche ist ein beliebter Ort, um sich besser kennen zu lernen.

Doch bitte seien Sie zunächst vorsichtig und zurückhaltend. Wenn andere sehr schnell auf Sie zukommen und sich öffnen, kann es sein, dass Sie an einen Energievampir oder notorischen Nörgler geraten sind. Spricht er/sie schlecht über andere? Freundlich bleiben aber Distanz wahren! Braucht jemand von Ihnen ständig Informationen oder überschüttet Sie mit Arbeit für die Sie nicht zuständig sind? Setzen Sie freundlich aber bestimmt Grenzen. Gerade wenn man neu ist, verfällt man in die Schiene, allzu freundlich und hilfsbereit zu sein.

Wenn Sie das Gefühl haben, Sie sind schon ganz gut eingearbeitet, können Sie sich mit neuen Ideen und Vorschlägen einbringen. Aber seien Sie auch hier freundlich und höflich und benutzen Sie, wenn möglich die Frageform.

Jetzt bleibt mir nur noch, Ihnen einen tollen Start zu wünschen und wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte gern an mich.

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